„Wir haben Ideen, wir haben Erfahrung und wir stehen bereit für den Dialog“, sagt VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger. „Deutschland braucht einen gesundheitspolitischen Aufbruch. Unsere Branche liefert praktikable Lösungen, um gemeinsam Versorgung, Innovation und Standortqualität voranzubringen.“
Im Zentrum steht ein aktuelles Positionspapier, mit dem der VDGH aufzeigt, wie die labordiagnostische Versorgung gezielt gestärkt werden kann. Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen von einer nationalen MedTech-Strategie über die beschleunigte Aufnahme von Laborinnovationen in die Regelversorgung bis hin zur gezielten Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, dem Abbau bürokratischer Hürden und einer nachhaltigen Weiterentwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen.
Mit Blick auf die industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW) betont der VDGH deren enorme volkswirtschaftliche Bedeutung: mehr als eine Million Beschäftigte, 95 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und ein Exportvolumen von 177 Milliarden Euro im Jahr 2023. Die Diagnostika-Industrie ist ein zentraler Teil davon: Ihre Produkte ermöglichen 70 Prozent der medizinischen Diagnosen. Zudem ist sie Impulsgeber für Forschung, Innovation und Patientensicherheit.
„Unsere Branche sichert Arbeitsplätze, fördert Innovationen und stärkt die Resilienz des Gesundheitssystems“, so Walger weiter. „Aber der Standort droht zurückzufallen, wenn wir nicht gegensteuern – bei Bürokratie, Digitalisierung und Innovationsförderung. Wir wollen dazu beitragen, dass Deutschland den Anschluss nicht verliert, sondern zukunftsfähig bleibt. Dafür braucht es ein starkes gesundheitspolitisches Fundament.“
Der VDGH verweist auch auf die besondere Rolle der Life-Science-Research-Branche. Ihre Technologien schaffen die Grundlagen für Fortschritte in der Medizin, etwa bei Gen- und Zelltherapien, und liefern zugleich Antworten auf zentrale Zukunftsfragen in Umwelt und Ernährung.
Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von mehr als 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2023. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her, mit denen ein Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro erzielt wird, sowie Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften, mit denen ein Umsatz von 3,1 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.
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